Wie aus einem Reiseblog ein Migräneblog wird

Hallo liebe*r Leser*in,

da bin ich also wieder. Dieses Jahr ist wirklich nicht besonders gut für mich gelaufen…

Heute lese ich aus meinem Rückblick von 2017 irgendwie heraus, dass vor einem Jahr schon etwas nicht gestimmt haben muss, als ich den Jahresrückblick schrieb. Aber wie hätte ich ahnen können, dass meine mir nicht ganz unbekannte Jahresenderschöpfung der Auftakt einer schweren Beeinträchtigung war, die nur ein paar Monate später mein Leben fast vollständig bestimmen würde. Ich werde oft gefragt, ob Ende letzten Jahres etwas passiert ist, dass die Migräne, der ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich kaum Aufmerksamkeit geschenkt habe, sich auf einmal so verschlechtert hat. Aber soviel kann ich sagen, einen konkreten Grund gibt es nicht und ich habe aufgehört mir den Kopf (haha) darüber zu zerbrechen. Krankheiten verschlimmern sich eben manchmal. Zugegeben habe ich an einigen (möglicherweise wichtigen) Stellen nicht die klügsten Entscheidungen getroffen und damit vielleicht erst recht “Öl ins Feuer” gekippt. Aber vielleicht wäre auch trotzdem alles genau so gekommen, wie es jetzt ist. Wer weiß das schon?

“Wie es jetzt ist” bedeutet, dass ich im November an 27 Tagen in irgendeiner Form Migräne hatte. Nicht jeder Tag davon war ein komplett verlorener Tag, aber im Großen und Ganzen habe ich den Monat überwiegend mit Schmerzen und Erschöpfungszuständen zu Hause verbracht.

Meinen alten Reiseblog habe ich im Frühsommer in den Wartungsmodus versetzt, da ich nicht mehr von meinen Reisen erzählen wollte, die mich nur daran erinnerten, was ich gerade alles nicht mehr tun konnte (und kann). Ich vermisse das Reisen und mein altes Leben sehr.

Den Entschluss über meine Migräne zu schreiben traf ich spontan und aus dem Bauch heraus. Ich stolperte zufällig über den Blog einer anderen Migränikerin und erkannte mich in ihren Schilderungen zum Teil wieder, was irgendwie tröstlich war. Ich suchte den Austausch mit ihr und mit anderen Betroffenen in einem Forum und stellte fest wie gut mir das tat. Zudem war ich gerade ein wenig ziellos unterwegs. Meinen Job kann ich momentan nicht ausüben, für meine große Leidenschaft Yoga habe ich keine Energie. Kaum war das Projekt Blog beschlossen fühlte ich mich gleich ein bisschen besser. Zudem stelle ich immer wieder fest, wie wenig die Menschen über Migräne wissen, selbst wenn sie selber damit leben müssen. Da ich einige “fuckups” mitgenommen habe, kann ich in diesen Punkten zumindest sicher sagen, was man sich lieber (er-) sparen sollte. Dazu wird es aber einen eigenen Beitrag geben.

Ich glaube, damit ist erst einmal erklärt, wie es zu diesem Blog gekommen ist. Wenn du dich mit mir in Zukunft austauschen möchtest, nutze gerne die Kommentarfunktion oder schick mir eine persönliche Nachricht.

 

Inga im Dezember 2018

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